04.07. - (bb) Am kommenden Donnerstag erwarten die HSV-Herren um 19 Uhr zum letzten Saisonspiel die Mannschaft aus Düsseldorf. Für beide Teams geht es in der Oberliga-Aufstiegsrunde um nichts mehr, keiner kann mehr aufsteigen, denn Schermbeck und Duisburg sind bereits durch und ins Oberhaus aufgestiegen.
Die Hohenlimburger wollen sich am Donnerstag jedoch mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden und sich damit auch für die 14:10-Niederlage im Hinspiel revanchieren, wo man sich einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen ausgesetzt fühlte, im Nachhinein wurde sogar eine "Rolle" gegen einen HSV-Spieler vom Rundenleiter revidiert, da die entsprechenden Einträge im Protokoll fehlerhaft waren und der Tatbestand der Rolle an sich von den Unparteiischen falsch entschieden wurde.
Die Chance auf einen möglichen Oberliga-Aufstieg hat sich die Mannschaft selbst genommen, trainierte man doch in der Osterferienzeit gar nicht und kam anschließend nur schleppend bis gar nicht mehr in einen vernünftigen Trainingsrythmus um in den entscheidenden Spielen zu punkten. Zunächst unterlag man daheim gegen den späteren Aufsteiger Schermbeck mit 9:11, danach gegen die Bundesliga-Reserve von Duisburg mit 6:7 ehe die ärgerliche 10:14-Pleite in Düsseldorf folgte. Damit war man endgültig aus dem Rennen. Gegen Remscheid gab es dann den lang ersehnten ersten Heimsieg in der Aufstiegsrunde, die Bergischen wurden 11:4 nach Hause geschickt. Remscheids Trainer Backes kündigte den HSV-Fans an, im Rückspiel unsere Jungs mit mehr als zehn Toren Differenz nach Hause schicken zu wollen. Doch vor dem Rückspiel in Remscheid machte der HSV die Jungs aus Schermbeck mit der harten 3:15-Auswärtspleite zum ersten Aufsteiger mit Chancen auf den Verbandsliga-Meistertitel.
In Remscheid dann große personelle Sorgen beim HSV. Mit Dominik Krake sowie seinem kongenialen Ersatzmann Christopher Effele fehlten beide Torhüter, Jugendspieler Tobias "Hannes" Carl ging in den Kasten und zeigte zahlreiche Glanzparaden. Nach nicht einmal viereinhalb Minuten verließ Oliver "Ditze" Tobi mit drei persönlichen Fehlern das kühle Naß und entgegnete unserer Redaktion gegenüber Unmut über die unterschiedlichen Schiedsrichterauslegungen in der Verbandsliga: "In der Hinrunde wird im Center kaum gepfiffen, in der Rückrunde bzw. Aufstiegsrunde wird auf einmal wieder klein-klein gepfifffen - sowas geht nicht und habe ich in meiner langen Laufbahn noch nicht erlebt."
Da Björn Beck aufgrund einer Sperre wegen Meckerns in Schermbeck auch fehlte, spielte der HSV in Remscheid mit einer absoluten Not-Truppe, die ihre Sache allerdings ausserordentlich gut machte und die Gastgeber an den Rand der Verzweiflung brachten. Erst in den letzten drei Minuten musste man den schwindenen Kräften Tribut zollen und gab eine 8:4-Halbzeit- und eine 10:8-Führung vorm letzten Viertel noch ab: 10:13 verlor man in Remscheid - nach Adam Riese jedoch keine Zehn-Tore-Differenz, lieber Herr Backes.
Auf der schönen Freibad-Anlage von Bundesligist Duisburg 98 musste der HSV leider einen ungeliebten Anti-Wasserball spielen, um nicht mit 40 Gegentoren völligst unterzugehen, denn die Personallage hatte sich zum Remscheid-Spiel nicht sonderlich verbessert. "Es tat mir für die vielen Zuschauer in Duisburg leid, dass wir uns so präsentieren mussten um nicht die Hütte vollzukriegen, ich kann nur sagen dass es mir und der Mannschaft wirklich leid tut," so Björn Beck, dem bei der 7:16-Niederlage drei Überzahltore gelangen.
Wasserballwart Lothar Papajewski hofft nun in der letzten Partie der Saison auf einen "Aha-Effekt" in der Mannschaft: "Wir könnten einen Sieg gegen Düsseldorf auch noch gebrauchen, um uns im Vergleich zur letzten Saison in der Abschlusstabelle einen Platz zu verbessern. Meine Jungs werden sich nochmal auf die Zähne beissen müssen."
Kapitän Lars Papajewski wird auch im letzten Spiel nicht mitwirken können. Sein Fingerbruch ist soweit wieder verheilt, erhielt aber vom Arzt striktes Sportverbot und von seinen Teamkameraden eine deutliche Ansage: "Du bleibst draussen, damit Du bald Deine Klausuren in der Uni vernünftig schreiben kannst!"
Interimskapitän und Mannschafts-Methusalem Oliver "Methi" Sand gibt sich für die Düsseldorf-Partie kämpferisch: ""Wir haben in den letzten Spielen gut auf die Mütze bekommen, aber taktisch durchaus gute Zeichen gesetzt und unser Mannschaftsgefüge ist einfach nicht auseinanderzureissen - Düsseldorf packen wir."
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